Tipps für die Partnersuche -Interview mit Maria Klein in der FREUNDIN

„Geben Sie der Liebe eine Chance!“:  Maria Klein macht seit fast 30 Jahren aus Singles glückliche Paare: die Partnervermittlerin über die Kunst, den oder die Richtigen zu finden.

freundin: Sie sind eine von Deutschlands erfolgreichsten Partnervermittlerinnen. Wie viele Paare haben Sie schon verbandelt? Klein: Das geht in die Tausende, aber natürlich kann ich nicht sagen, wie viele davon auf Dauer zusammengeblieben sind.

freundin: Haben sich in all der Zeit die Ansprüche Ihrer Klienten sehr geändert? Klein: Vor allem sind die Suchkriterien anders geworden. Frauen über fünfzig wünschen sich heute einen gleichaltrigen Partner. Je älter allerdings ein Mann ist, desto jünger soll die Frau sein. Da wird es natürlich echt schwer.

freundin: Es sei denn, die Herren haben einen dicken Geldbeutel… Klein: Auch dann. Es ist ein Märchen, an das viele Männer glauben möchten. Und wenn ich ihnen dann versichere, dass die Realität anders aussieht, kommen sie gern mit Argumenten wie: Der Schauspieler X oder der Politiker Y hat doch auch eine viel jüngere Frau.

freundin: Was tun Sie, wenn das Wunschdenken eines Klienten oder einer Klientin nicht den reellen Möglichkeiten entspricht? Klein: Ich lehne den Auftrag ab. Wer eine Zauberfee braucht, ist bei mir falsch.

freundin: Hat eine klassische Partnervermittlung im Vergleich zu den Kontaktbörsen im Internet überhaupt noch eine Chance? Klein: Jetzt wieder. Doch vor ein paar Jahren gab es tatsächlich einen kompletten Einbruch. Die Leute gingen fast ausschließlich im Web auf Partnersuche. Der große Erfolg der Online-Börsen lag vor allem daran, dass damals nur eine bestimmte Gruppe Zugang zum Internet hatte. Heute ist es bei dem Riesenberg von Profilen sehr viel schwerer geworden, jemand Passenden zu finden.

freundin: Und dadurch sind Sie wieder im Spiel? Klein: Ja. In den letzten beiden Jahren sind die Nachfragen bei uns um 70 Prozent gestiegen. Vielen ist mittlerweile der Zeitaufwand zu hoch und die Trefferquote zu niedrig, um im Netz zu suchen. Außerdem wird im Internet oft gelogen, dass sich die Balken biegen.

freundin: Wobei zum Beispiel? Klein: Eigentlich bei allem. Familienstand, Job, Alter, Aussehen. Kürzlich kam ein Klient zu mir und erzählte von einer Frau, die er online kennengelernt hatte. Sie hatte ihm erzählt, dass sie leicht übergewichtig sei, und ein Foto von sich gemailt. Als der Mann dann 300 Kilometer zum ersten Treffen fuhr, stand eine 2-Zentner-Frau vor ihm. Die Dame auf dem Foto war eindeutig eine andere gewesen. Unrechtsbewusstsein bewies sie nicht. Sie erklärte dem Mann, wenn sie verliebt sei, würde sie schon noch abnehmen.

freundin: Benutzen Sie bei der Vermittlung auch einen Computer? Klein: Nein, ich arbeite nach wie vor mit der guten alten Kartendatei. Die gehe ich durch, blättere, vergleiche, überlege.

freundin: Und Sie werden immer fündig? Klein: Nicht unbedingt auf Anhieb. Dann muss ich ein bisschen improvisieren.

freundin: Das bedeutet …? Klein: Dass ich auch mal Menschen zusammenbringe, deren Anforderungen nicht exakt übereinstimmen, von denen ich aber glaube, dass sie sich sympathisch sein könnten. Beispielsweise hatte ich einen Mann und eine Frau, die weit voneinander entfernt wohnten und jeweils angegeben hatten, ortsgebunden zu sein. Zunächst waren beide verärgert, dass ich sie einander vorgeschlagen hatte. Doch dann telefonierten sie drei Stunden miteinander, stiegen spontan ins Auto und trafen sich in einer Raststätte auf halbem Weg zwischen ihren Heimatstädten. Heute sind die beiden glücklich verheiratet.

freundin: Haben Sie oft ein so glückliches Händchen bei Ihren Matches? Klein: Im vergangenen Jahr lag meine Erfolgsquote bei 55 Prozent. Bei manchen Klienten brauche ich allerdings lange, um sie wirklich kennenzulernen. Da sind auch mal 20 Vorschläge nötig, bis der Funke überspringt. Und es gibt Leute, die sich tatsächlich nicht vermitteln lassen – weil sie Ansprüche haben, die nicht erfüllbar sind.

freundin: Worin liegen die häufigsten Fehler, wenn es mit der Partnersuche nicht von allein klappt? Klein: Am meisten behindert das Klischeedenken, das gilt vor allem für Frauen. Viele meinen beispielsweise, Männer würde es abschrecken, wenn sie bereits Kinder haben. Dabei ist das Gegenteil der Fall. Auch dass Männer immer nur das eine wollen, stimmt natürlich nicht per se. Außerdem geben sich viele Frauen nach außen hin sehr unnahbar, manchmal sogar arrogant. Dabei schadet es doch nicht, einfach mal zu lächeln, vielleicht über einen etwas plumpen Anmachspruch hinwegzusehen und sich zu sagen, dass der arme Kerl vielleicht seinen ganzen Mut zusammengenommen hat, um überhaupt ein paar Wörter über die Lippen zu kriegen.

freundin: Aber vielleicht ist er ja tatsächlich der Falsche? Klein: Durchaus möglich. Nur werden Sie es erst herausfinden, wenn Sie ihm überhaupt eine Chance geben. Ich glaube generell, dass man viel zu häufig die Flinte zu früh ins Korn wirft. Heutzutage haben die meisten von uns die Erwartung, dass alles hundertprozentig perfekt sein, der Mensch an unserer Seite jeden einzelnen unserer Wünsche erfüllen muss. Dabei sind wir doch selbst auch nicht perfekt. Außerdem sollte man mal Folgendes bedenken: Ein anderer Partner hat oft nur andere Fehler.

freundin: Was halten Sie von den derzeit so beliebten Singlepartys? Klein: Wenig. Denn die Menge an Informationen über viele Menschen ist zu groß, um wichtige Fragen nach der Partnerschaft zu beantworten. Das ist wie beim Kauf eines Kleides: Je mehr Auswahl man hat, desto größer ist die Chance, keines zu kaufen. Weil man zu schnell und zu intensiv gesucht, seine Wünsche nicht deutlich genug formuliert hat.

freundin: Wo also kann eine Singlefrau Ihrer Erfahrung nach am besten einen Mann kennenlernen? Klein: Da gibt es tausend Möglichkeiten. Setzen Sie sich in einem Café an die Theke und fragen Sie den Mann neben sich, ob Sie den Kulturteil seiner Zeitung haben können. Oder gehen Sie in Lokale, die Businesslunch anbieten. Dort trifft man viele Männer, die allein essen. Einer meiner Lieblingstipps ist der Besuch einer Sauna, wo man oft ganz entspannt ins Gespräch findet. Natürlich kann es sein, dass der Mann, den Sie ausgespäht haben, verheiratet ist, aber darauf kommt es nicht an. Wichtig ist erst mal, wieder zu lernen, wie man mit anderen in Kontakt tritt. Ich spreche aus Erfahrung.

freundin: Sind Sie selbst denn auch Single? Klein: Ja, nach 13 Jahren Beziehung stand ich mit 49 wieder alleine da. Grauenhaft! Anfangs hatte ich natürlich auch Angst, dass ich keinen Mann mehr finden werde, aber dann habe ich ausprobiert, was ich immer predige, und eine spannende Zeit erlebt, in der ich viele Freundschaften mit Männern geknüpft habe. Und was eine neue Beziehung anbelangt, so gehe ich es ganz gelassen an. Ich weiß ja, dass die Liebe jeden findet.

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Über Maria Klein Partnervermittlung Tipps für die Partnersuche

Seit über drei Jahrzehnten führt Maria Klein seriöse Partnervermittlung für die Schweiz, Deutschland und Österreich durch. Dabei setzt ihre Agentur auf den persönlichen Kontakt mit den Klienten und hebt sich so von anonymen Onlineportalen ab. „Trotz der Millionen Single im Internet, hat sich die klassische Partnervermittlung doch wieder durchgeschlagen. Die Vorteile liegen auf der Hand.", so Maria Klein. Individuelle und anspruchsvolle Betreuung bei der Partnersuche.
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